Das Kerschbauneralm-Schutzhaus ist eine Kategorie I / Schutzhütte, die ihren ursprünglichen Charakter als Stützpunkt für Bergsteiger und Bergwanderer bewahren muss. Ihre Ausstattung ist schlicht, einfache Verköstigung ist ausreichend. Sie ist Stützpunkt in einem bergsteigerisch bedeutsamen Gebiet und für die Besucher nur in Ausnahmefällen mit mechanischer Hilfe erreichbar, der Aufstieg erfordert in der Regel mindestens eine Gehstunde.
Erbaut wurde das Schutzhaus von 1925 bis 1926 von der Sektion Lienz des Österreichischen Touristenklubs, die nach wie vor Besitzer und Erhalter ist.
Am 15. August 1926 fand die Einweihung und feierliche Eröffnung statt, also feiert das Schutzhaus bald 100-jähriges Jubiläum.
Die ÖTK-Sektion Lienz wurde im Jahre 1884 gegründet. Vornehmliches Ziel war es, die damals als "Unholden" bezeichneten Lienzer Dolomiten der Allgemeinheit näher zu bringen und durch Wege und Steige zu erschließen.
Der ÖTK betreibt teilweise unter sehr schwierigen Bedingungen Schutzhäuser vorwiegend in alpinen Lagen, die allen Bergsportbegeisterten Verpflegung und Unterschlupf bieten. Die Versorgung ist meist autark, Regenwasser wird gesammelt und aufbereitet, Abwasser über Filtertechnik gereinigt und Reststoffe zur Entsorgung ins Tal gebracht. Die Ausstattung ist zumeist schlicht, der Charakter ursprünglich.
Aus dem Tagebuch des Hüttenwartes
Von 1926 bis ... war Vinzenz Profer Hüttenwart des Schutzhauses. Neben den ständigen Ausbesserungen und Erhaltungsarbeiten wurden in seiner Zeit folgende Erneuerungen am Schutzhaus durchgeführt.
1967: Das alte und undicht gewordene Schindeldach wird ersetzt.
1987: Die Quelle wird neu gefasst, eine neue Quellstube errichtet und die Wasserleitung mit einem 120 m Schlauch verlegt.
1987: Das morsche Dach des Hütteneinganges wird durch ein Kupferblechdach ausgetauscht.
1989: Die dreikammrige Kläranlage wird in mühseliger händischer Arbeit verlegt. Die Behälter werden per Hubschrauber angeliefert.
1994: Küche und Speis, einschließlich Herd und Wasserleitung werden vollständig erneuert.
1996: Der bereits 70 Jahre alte Lärchenzaun rund um das Hüttenareal wird entfernt und durch einen neuen handgeschepsten ersetzt.
1997: Eine neue Schanktür zur besseren Bewirtschaftung des Sitzgartens wird eingebaut.
1999: Die Hütte wird zur Versorgung mit Lichtstrom komplett mit einer modernen Solaranlage ausgestattet.
2001: Die Decke im Vorraum 1. Stock wird erneuert und der Balkon saniert. Sämtliche Schlafzimmer werden neu ausgestattet.
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2011: Eine Zweiseil-Pendelbahn wird bebaut mit vier Stützen auf einer Länge von 1.412 Metern und einen Höhenunterschied von 470 Metern.
2014: Einer umfangreiche Sanierung wird begonnen und ein neuer Zubau errichtet mit modernen Sanitärräumen ...
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